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NFO Geschichte

Herkunft
Die Norwegische Waldkatze, norwegisch Norsk Skogkatt, ist eine sehr alte, über lange Zeit ohne Einfluss von Menschenhand entstandene Katzenrasse. Sie zählt daher zu den „natürlichen Rassen“ und erhielt ihren Namen nach dem Ort, an dem sie zuerst entdeckt wurde – den Norwegischen Wäldern. Auf keinen Fall handelt es sich bei der Norwegischen Waldkatze um eine Wildkatze. Vielmehr um regionale Hauskatzen, die sich an das harte skandinavische Klima anpassten, indem sie ihr einzigartiges Fell entwickelten. Dieses Fell besteht aus dichtem, wolligen Unterpelz und langem, herabhängenden Deckhaar. Außerdem besitzt die Norweger-Katze einen Kragen und einen langen, buschigen Schwanz.

Geschichte der Norwegischen Waldkatze
Hinweise auf die Norwegische Waldkatze kann man in der Geschichte weit zurückverfolgen:
• Bereits auf Münzen der Wikinger findet man Abbildungen der Norsk Skogkatt.
• Im Jahr 1220 wird in der „Edda“ (Erzählung der nordischen Mythen und Sagen) berichtet, dass der Wagen der Göttin Freya
  von zwei Waldkatzen gezogen wird und man erzählt vom Gott Thor, dem es in einem Wettkampf nicht möglich war, eine
  Katze mit buschigem Schwanz hochzuheben, da sie zu groß und zu schwer war.
• Auch in einer 1835 veröffentlichten Märchenerzählung wird von einer „Zauberkatze oder Trollkatze“ mit langem, buschigem
  Schwanz erzählt, die vom Volk verehrt wurde.
• 1912 veröffentlicht Gabriel Scott, ein norwegischer Schriftsteller, ein Kinderbuch mit Erzählungen über „Solvfaks“ einen
  Norwegischen Waldkater. Dieses Buch wird später in Deutschland unter dem Titel „Silberpelz“ herausgegeben.

Anerkennung und Zucht
Die gezielte Zucht der Norwegischen Waldkatze begann 1930, als erstmals ein Zuchtprogramm aufgestellt wurde. Man versuchte die Rasse zu erhalten, da die Waldkatzen immer seltener zu sehen waren. Ursache dafür war hauptsächlich die Vermischung mit kurzhaarigen Hauskatzen, denn das Kurzhaar-Gen ist dominant und die langhaarige, groß und kräftig gebaute Waldkatze war langsam aber sicher vom Aussterben bedroht.
• 1938 wurde der Norsk Rassekattklubben (NORAK) gegründet und im selben Jahr war die Norwegische Waldkatze erstmals auf
  einer Katzenausstellung in Oslo zu sehen. Bedingt durch den 2. Weltkrieg kam die Zucht jedoch wieder zum Erliegen.
• Anfang der 70er Jahre erfolgte ein zweiter Anlauf für die Züchtung der Norwegischen Waldkatze: 1972 erhielt die
  Norwegische Waldkatze einen vorläufigen Standard und wurde sogar zur „Norwegischen Nationalkatze“ ernannt!
• 1975 wurden die ersten Exemplare bei der FIFe registriert und gleichzeitig der „Norsk Skogkattring“ gegründet.
• 1977 wurde endlich die Norwegische Waldkatze auf der Generalversammlung der FIFe in Paris anerkannt.
  Es war der Kater „Pans Truls“, der somit zum Urvater aller Norwegischen Waldkatzen wurde.

Aussehen und Charakter
Die Norwegische Waldkatze zählt zu den Halblanghaarkatzen und ist neben der Maine Coon eine der größten Rassekatzen. Sie ist groß, kräftig und muskulös gebaut, sehr robust und besitzt ein doppellagiges Fell aus dichter Unterwolle und aus wasserabweisendem Deckhaar. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten verändert sich auch das Fell der Norwegischen Waldkatze. Sie trägt im Winter ein wärmendes, dickes Winterfell, es ist am Bauch, Hals und Schwanz besonders lang und mit dichter Unterwolle versehen. Sogar zwischen den Ballen der Pfoten befinden sich Haarbüschel, die sogen. „Schneeschuhe“, welche die Pfoten vor Schnee und Eis schützen. Im Sommer ist das Unterfell meist nur spärlich entwickelt, oft lassen nur die langen Schwanzhaare auf eine Langhaarkatze schließen.

Der Kopf der norwegischen Waldkatze ist lang und bildet ein gleichseitiges Dreieck, gebildet von den Linien des Kopfes vom Kinn über die Spitzen der Ohren und wieder zurück. Das Profil ist lang und ganz gerade, die Stirn ist leicht gerundet. Die Ohren sind groß und haben luchsartige Haarbüschel an den Ohrspitzen. Die Augen sind oval und leicht schräg gestellt.
Die Norwegische Waldkatze hat einen langgestreckten Körper auf hohen kräftigen Beinen, wobei die Hinterbeine etwas höher sind als die Vorderbeine. Der Schwanz ist lang und buschig und reicht der Katze bis zum Nacken.

Die Waldkatze erscheint in allen natürlichen Farben und Zeichnungen, mit oder ohne weiße Abzeichen. Auch ganz weiße Katzen kommen vor. Am beliebtesten sind jedoch die klassischen Tabby-Katzen.
Wie bereits erwähnt, gehört die Norwegische Waldkatze zu den großen Katzenrassen. Sie braucht allerdings auch lange um ihre volle Größe zu entwickeln. Sie ist erst im Alter von 2 – 3 Jahren ausgewachsen. Eine Kätzin erreicht dann ein Gewicht von bis zu 6,5 kg und ein Kater wird bis zu 8 kg schwer.
Die Norwegischen Waldkatzen sind im Gegensatz zu ihrem wilden Äußeren sehr sanft und gutmütig. Sie gelten von ihrem Wesen her als unkompliziert und verspielt und entwickeln eine enge Bindung zum Menschen. Norwegerkatzen sind sehr gesellig und freuen sich über einen vierbeinigen Artgenossen als Spielgefährten!





Göttin Freya

 
 
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